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Geschichte

13. Jahrhundert und folgende

In der Mitte des 13. Jahrhunderts kamen deutsche Kolonisten ostwärts über die Elbe in das Siedlungsgebiet der Slawen, verdrängten diese oder vermischten sich mit ihnen. Im Zuge der Eroberung dieser Gebiete kam es zu vielen Stadtgründungen.

Die erste urkundliche Erwähnung Pasewalks datiert auf das Jahr 1251.

Die Siedler errichteten nach dem Vorbild des im 8. Jahrhundert in Rom gestifteten „Archiospedale di S. Spirito“ überall in den neugegründeten Städten Norddeutschlands ebenfalls Hospitäler, teils durch den Heilig-Geist-Orden, meist jedoch durch die Heilig-Geist-Bruderschaften.

Das ursprüngliche Pasewalker Hospitalgebäude wurde wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhundert errichtet, jedoch datiert die erste urkundliche Erwähnung erst aus dem Jahre 1375.

Das Hospital wurde innerhalb der Stadt am Anklamer Tor in unmittelbarer Nähe der Stadtmauer erbaut. Ursprünglich war es für die Aufnahme von Aussätzigen und anderen Kranken vorgesehen.

Als man die Ansteckungsgefahr erkannte, entschloss man sich zur Auslagerung des Siechenhauses vor die Tore der Stadt. Die Siechenden wurden dann im St. Georg-Hospital untergebracht und das Hospital St. Spiritus wurde in ein Armenhaus umgewandelt.

Auch Reisende konnten gegen eine geringe Gebühr übernachten.

In den folgenden Jahrhunderten erwarben die Hospitäler durch Schenkungen, Testamente und Stiftungen einigen Grundbesitz und andere Vermögenswerte.

Die „Hospitalordnung“ vom 14. Mai 1785 wurde vom Pommerschen Consistorio als Oberaufsichtsbehörde mit Datum vom 25. August 1786 genehmigt und bestätigt.

19.Jahrhundert

Ursprünglich waren St. Spiritus und St. Georg rechtlich zwei selbständige Hospitäler mit eigenem Vermögen. Nach der Besetzung Deutschlands durch die Franzosen unter Napoleon wurde 1812 der Zusammenschluss der beiden Hospitäler befohlen. Seither sind sie Heimstatt für alte, kranke und hilfsbedürftige Menschen.

Die Hospitäler werden seit dieser Zeit  als „Geistliche Stiftung St. Georg und St. Spiritus” geführt.

Um die gewachsene Zahl der Bewerber aufnehmen zu können, wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts das Rote Hospital vor dem Prenzlauer Tor errichtet.

20. Jahrhundert

Im 2. Weltkrieg schwer beschädigt, wurde das St. Spiritus-Hospital ab 1952 wieder aufgebaut und  ab 1953 als „Evangelisches Feierabendheim“ betrieben.

Heute

Heute ist die „Geistliche Stiftung St. Georg und St. Spiritus” alleiniger Gesellschafter der „Pflegeheim St. Spiritus gGmbH“ und des „Diakonie-Pflegedienstes St. Spiritus gGmbH“ und verwaltet 30 Wohnungen mit Betreuungsangebot. Außerdem gehört eine Evangelische Kindertagesstätte zur Stiftung.